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September

September – Stadt teilen und gestalten

Im September ist die beste Zeit, unseren Kiez auf Vordermann (oder auch Vorderfrau 😉) zu bringen. Die Straße gehört uns. Auch wenn da jede Menge Asphalt ist, muss sie nicht in Stein gemeißelt bleiben.

Tipp 41: Stadtteilspaziergänge: Lerne deinen Kiez kennen.

In Hannover haben wir den fantastischen Verein Ökostadt e.V., der seit einiger Zeit in verschiednen Stadtteilen Spaziergänge anbietet, in denen ihr Orte, Gebäude, Initiativen und Menschen besucht, die mit Herz und Mut Hannover umweltbewusst gestalten. In der Regel werden die Spaziergänge mit Nachhaltigkeitsinitiativen direkt aus dem Kiez realisiert. Hier findest du die Termine der Stadtteilspaziergänge:
https://www.oekostadt.de/termine/ 

Tipp 42: Solidarische Stadtkarte: So viel ist schon los in unserer Stadt. 

In Hannover gibt es bereits viele großartige Initiativen, die sich für MEHRWERTE – ein solidarisches Miteinander wie auch mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz – einsetzen. Und das wurde und wird nun mit einem neuen Werkzeug sichtbar gemacht: der Solidarischen Stadtkarte, einem tollen Projekt unter “Federführung” unserer Freund*innen von Ökostadte.V. – wir freuen uns, und sind sehr dankbar, als Projektpartner mit an Bord zu sein.

Hier geht’s zur Karte, dem Aktionsfeld und weiteren Akteur*innen: https://www.oekostadt.de/solidarischestadtkarte/

Tipp 43:  Solawi: Zusammen den grünen Daumen trainieren.

Als Solidarische Landwirtschaft (Abk. Solawi) wird eine Organisationsform in der Landwirtschaft, bei der eine Gruppe von Verbrauchern auf lokaler Ebene mit einem oder mehreren Partner-Landwirten kooperiert.

Die Verbraucher geben eine Abnahmegarantie (etwa ein halbes oder ein Jahr) für die Produktion und erhalten im Gegenzug Einblick und Einfluss auf die Produktion. In der Regel zahlt jeder Verbraucher einen festen monatlichen Betrag.

Mittlerweile gibt es über 250 SoLaWis in Deutschland. Auch in Hannover gibt es bereits fünf Solawis. Hier findest Du, ob es vielleicht auch in Deiner Nähe eine SoLaWi gibt:

https://www.solidarische-landwirtschaft.org/solawis-finden/auflistung/solawis/

Tipp 44: Bücherschränke und MehrWert-Regale: Alles drin.

In den vergangenen Jahren hat es sich immer mehr etabliert, dass Menschen die Dinge, die sie nicht mehr brauchen, einfach vor die Tür stellen, um sie zu verschenken. Das finden wir richtig gut. Und wir finden: das geht noch viel besser. So, wie sich seit einiger Zeit Bücherschränke etabliert haben, fänden wir toll, MehrWert-Regale zur Regel zu machen. Wir haben da schon angefangen: aus alten Apfelkisten haben wir ein Regal gezimmert. Denn wir finden das Verschenken von Gegenständen kann sich professionalisieren. Machst du mit? Nebenstehend findest du ein Fotos eines unserer MehrWert-Regal-Prototypen.

 

 

Tipp 45: Spielstraße & Parking Day: Gemeinsam erobern wir die Stadt zurück. 

Etwa 1,5 m² des öffentlichen Raums braucht ein parkendes Auto. Auf dieser Fläche könnten locker 10 Räder parken oder auch andere Formen der Nutzung wären denkbar, wie Urban Gardening, Gastronomie, Straßenkunst, Spielflächen – statt zugeparkter Fläche könnte man lebenswerten Raum schaffen! 

Beim Park(ing) Day kannst Du das live erleben. Das seit ein seit 2005 international jährlich begangener Aktionstag zur Re-Urbanisierung von Innenstädten: In der Regel am dritten Freitag des Septembers werden Parkplätze im öffentlichen Straßenraum modellhaft kurzfristig umgewidmet und einer anderen Nutzung wie der als grüne Oase bzw. Pflanzinsel, als Gastronomie- und Sitzfläche, Fahrradabstell-fläche usw. zugeführt. Macht doch mit und organisiere auch in Deiner Stadt einen solchen Tag.

Ganz einfach: Bevor du etwas kaufst, frage dich:
– Ist es wahr? = Ist das Produkt wirklich gut hergestellt? Wie ist es um seine Lieferantenkette bestellt?
-Ist es gut? = Besteht es meinen Anspruch an Frische, Regionalität etc.
-Ist es wesentlich? = Brauche ich es wirklich?

Wenn dich diese Fragen in deinem Konsum-Alltag begleiten, wirst du garantiert anders kaufen.

Gemeinschaft ist Mehr-Wert.

Lasst uns unsere Stadt, unser Dorf wieder so gestalten, wie wir es mögen und wie es uns und unserem Miteinander dienlich ist. Dazu brauchen wir Begegnungsräume, Vernetzung und eine Haltung von „Einfach jetzt machen“. Hierfür liefert das gleichnamige Buch von Rob Hopkins, dem Begründer der Transition Town-Bewegung übrigens vielfältige Ansatzpunkte. Also – lass uns loslegen und/oder weitermachen.

Unsere Organisation des Monats: Ökostadt e.V.

… ist eines der Vereinsurgesteine in der Nachhaltigkeitsszene Hannovers, das belegt, wie tief verwurzelt das Thema in der Stadt ist. Alles begann 1992 mit der Gründung des Carsharings in Hannover. Langjährige Förderprojekte des Vereins sind teilAuto – seit 2006 eigenständig als stadtmobil Hannover GmbH -, teilSolar und teilBoot. Der Fokus von Ökostadt liegt auf dem Umweltschutz durch Beratung, Öffentlichkeitsarbeit sowie Forschungen und Studien über umweltgerechte Mobilität und vieles mehr. Einige der aktuellen Ökostadt-Projekte findest Du hier auf dieser Kalender-Website versammelt. 

Du willst tiefer tauchen? Dann schau mal auf der Oekostadt-Website vorbei:

https://www.oekostadt.de/ 

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